Small Five

Als Small Five (englisch für „kleine Fünf“) bezeichnen Forscher und die Nationalparkverwaltungen Wattenmeer die fünf bedeutsamsten Tiere im Wattenmeer.

Gemeint sind der Wattwurm, die Gemeine Herzmuschel, die Gemeine Strandkrabbe, die Gemeine Wattschnecke und die Nordseegarnele.

Diese Tiere tragen wesentlich zum Umsatz von Biomasse bei. Sie fressen kleinstes Plankton und Algen, die im Wasser und auf der Oberfläche des Wattes leben. Anderseits dienen sie als Nahrungsgrundlage für Vögel und Fische.


Wattwurm

Der Wattwurm zählt zu den SMALL FIVE - den fünf bedeutsamsten Tieren im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Die Spaghettihaufen im Watt: Bei Ebbe sind sie überall.
Der 40 Zantimenter lange, rot bis rotbraune Wattwurm ist hierfür verantwortlich.
Er filtert die organischen Stoffe aus dem Boden heraus und frisst dafür den Sand des Wattes.

Der Wattwurm trägt wesentlich zum Umsatz von Biomasse im Wattenmeer bei.

Herzmuschel

Die Herzmuschel zählt zu den SMALL FIVE - den fünf bedeutsamsten Tieren im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Sie hat ihren Namen von ihrem herzförmigen Querschnitt und ist weltweit verbreitet.
Herzmuscheln graben sich flach im Sediment ein und bevorzugen dabei Sand- und Schlickböden vom Gezeitenbereich - bis in hunderte Meter Wassertiefe.
Sie ernährt sich vor allem von Plankton.

Die Herzmuschel trägt wesentlich zum Umsatz von Biomasse im Wattenmeer bei.

Strandkrabbe

Die Gemeine Strandkrabbe zählt zu den SMALL FIVE - den fünf bedeutsamsten Tieren im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Die Strandkrabbe ist ein gefräßiger Krebs.
Er ist nicht wählerisch und frisst neben Muscheln, Schnecken, Algen und Würmern auch jede Menge Aas.
Auf diese Weise trägt die Strandkrabbe ihren Teil zur Reinigung des Wattenmeers bei.

Die Strandkrabbe trägt wesentlich zum Umsatz von Biomasse im Wattenmeer bei.

Wattschnecke

Die Gemeine Wattschnecke zählt zu den SMALL FIVE - den fünf bedeutsamsten Tieren im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Die Wattschnecke wird bis zu 9 mm hoch.
Sie lebt in den Wattenmeeren der Nord- und westlichen Ostsee, aber auch an den Küsten des Atlantik und des Mittelmeers. Auf einem Quadratmeter Watt können bis zu 50.000 Wattschnecken leben.

Wattschnecken zeigen ein vom Wechsel der Gezeiten abhängiges Verhalten. Bei auflaufender Flut heften sich die Schnecken mit dem Fuß nach oben an die Wasseroberfläche, lassen sich treiben und bilden ein Schleimband, an dem ihre Nahrung kleben bleibt. Bei einsetzender Ebbe lassen sie sich fallen und bleiben auf dem Sand liegen, bis sie auf dem Trockenen sind. Dann beginnt eine zweite Phase der Nahrungssuche, diesmal vom sandigen Untergrund. Nach einiger Zeit graben sie sich dann in den Sand ein und warten auf die Flut.

Aufgrund ihres reichlichen Vorkommens wird sehr viel Kot und Schleim produziert, die den Sand verkleben. Dadurch kann er durch die Strömung weniger gut wegtransportiert werden. Außerdem wird die Ablagerung von neuem Sand auf der klebrigen Unterlage begünstigt.

Die Wattschnecke trägt wesentlich zum Umsatz von Biomasse im Wattenmeer bei.

Sandgarnele

Die Sandgarnele zählt zu den SMALL FIVE - fünf bedeutsamsten Tieren im Wattenmeer.

Mit der Flut kommt sie auf das Watt, mit der Ebbe sammeln sich die Garnelen in Prielen.
Sie frisst kleinstes Plankton und Algen, die im Wasser und auf der Oberfläche des Wattes leben. Dazu dient sie als Nahrungsgrundlage für Vögel und Fische.

Sandgarnelen können ausgewachsen eine Länge von bis zu 9,5 Zentimetern erreichen.

Der Nachwuchs der Sandgarnele nutzt das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit, um sich vor Räubern zu schützen.
Sie vergraben sich meist flach im Sand, um Schutz vor Vögeln, Fischen und jungen Robben zu suchen. Pigmentzellen ermöglichen es der Garnele, ihren Krebspanzer farblich an den gräulich-braunen Wattboden anzupassen.

Sie trägt wesentlich zum Umsatz von Biomasse im Weltnaturerbe Wattenmeer bei.