Wattschnecke

Die Gemeine Wattschnecke zählt zu den SMALL FIVE - den fünf bedeutsamsten Tieren im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Die Wattschnecke wird bis zu 9 mm hoch.
Sie lebt in den Wattenmeeren der Nord- und westlichen Ostsee, aber auch an den Küsten des Atlantik und des Mittelmeers. Auf einem Quadratmeter Watt können bis zu 50.000 Wattschnecken leben.

Wattschnecken zeigen ein vom Wechsel der Gezeiten abhängiges Verhalten. Bei auflaufender Flut heften sich die Schnecken mit dem Fuß nach oben an die Wasseroberfläche, lassen sich treiben und bilden ein Schleimband, an dem ihre Nahrung kleben bleibt. Bei einsetzender Ebbe lassen sie sich fallen und bleiben auf dem Sand liegen, bis sie auf dem Trockenen sind. Dann beginnt eine zweite Phase der Nahrungssuche, diesmal vom sandigen Untergrund. Nach einiger Zeit graben sie sich dann in den Sand ein und warten auf die Flut.

Aufgrund ihres reichlichen Vorkommens wird sehr viel Kot und Schleim produziert, die den Sand verkleben. Dadurch kann er durch die Strömung weniger gut wegtransportiert werden. Außerdem wird die Ablagerung von neuem Sand auf der klebrigen Unterlage begünstigt.

Die Wattschnecke trägt wesentlich zum Umsatz von Biomasse im Wattenmeer bei.

SMALL FIVE | Wattschnecke | Copyright by Barbara Aragon


Zeichnungen, Design und Entwicklung 'Emblem Wattenmeer': Barbara Aragon® 

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